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Stressreduktion durch Yoga und Achtsamkeit

Nationale Gesundheitsintitute in der USA erteilen seit Jahren Genehmigungen der öffentlichen Gelder für die Yoga Forschung. Eine der größten Datenbanken der medizinischen Forschung in der USA, die „Pubmed“ listet inzwischen mehrere Tausend Veröffentlichungen zum Thema Yoga auf.


In Deutschland wurde auch verschiedene Studien zur Wirkung von Atemübungen, Asanas und Meditation
durchgeführt. Dabei wurde nachgewiesen, dass schon eine tägliche Meditation von 30 Minuten innerhalb von nur 8 Wochen eine signifikante Veränderung in den Gehirnen von extrem gestressten Männern und Frauen bewirkte. Im Vergleich der Kernspinn-Aufnahmen vor und nach 8 Wochen, hatte in einigen Hirnregionen, zuständig für Gedächtnis, Lernen und Emotionskontrolle, auch die Dichte der grauen Zellen deutlich zugenommen. Bei langjährig meditierenden Personen wurde nachgewiesen, dass die typisch altersbedingte Abnahme der frontalen Großhirnrinde, die Demenz, ausbleibt.

In der University of California in LA hat man Studien zur Frage: "Wie viel Yoga täglich reicht aus?" durchgeführt. Es wurden Gruppen von Frauen die demenz- und alzheimerkranke Angehörige Personen betreuen, untersucht. Das sind die Frauen, die viel mehr als Durchschnittsbevölkerung unter Dauerbelastung, Depression, Herz-Kreislauf-Leiden, hohe Krebsrate und Mortalität leiden. Und gar keine Zeit und Energie für sich selbst haben.

Eine Gruppe erlernte ein sanftes, nur zwölfminütiges Yogaprogramm mit meditativen Atemübungen, das sie 8 Wochen lang täglich praktizierten. Die andere Gruppe sollte sich nur ruhig hinsetzen und der Entspannungsmusik lauschen. Danach zeigte die Yoga-Gruppe eindeutig weniger Symptome der Depression, höhere Werte kognitiver Leistungen, die Produktion der Immunproteine ging nach oben, Entzündungsstoffe wurden heruntergefahren.

 

Das alles funktioniert aber nur dann, wenn ein ganz wichtiger Punkt dazu kommt: Achtsamkeit.
„Schließe die Augen und lenke die Aufmerksamkeit nach innen. Spüre die Kleider auf deiner Haut." Und wirklich, erst wenn du die Augen schließt und die Aufmerksamkeit auf die Haut lenkst, kannst du das leichte Schaben der Fasern spüren, den Hauch von Klebrigkeit, das Spannen der Träger.

Hole deinen Körper in den Kopf. Denn im Yoga dehnen wir nicht nur den Körper, sondern vor allem das Bewusstsein.   (Sanja)

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